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Die Cultural Commons Collecting Society (C3S), die am Aufbau einer alternativen Verwertungsgesellschaft arbeitet, hat einen GEMA-Tarifrechner veröffentlicht. Damit lassen sich die GEMA-Abgaben für Discotheken und Clubs, für Konzerte sowie für „Musikaufführungen in Tanzlokalen“ im Zeitverlauf berechnen.

Das Werkzeug „GEMATariff“ sei entwickelt worden, um bei der Aufstellung eigener Tarife Vergleichsberechnungen anstellen zu können, teilt die C3S dazu mit. Da das Werkzeug jedoch über den Funktionsumfang des offiziellen GEMA-Rechners hinausgehe, könne es auch für andere von Nutzen sein. Der Rechner kann unter freier Lizenz weiterentwickelt werden, die C3S hofft zum Beispiel auf die Integration weiterer Tarife.

Beim Aufbau einer eigenen Verwertungsgesellschaft hat die C3S nach eigenen Aussagen einen ersten Schritt zur Zulassung getan und eine Satzung beim Deutschen Patent- und Markenamt eingereicht, der zuständigen Aufsichtsbehörde. Ungeklärt sei bislang jedoch, ob die vorgesehene Organisationsform als Genossenschaft mit neuen gesetzlichen Vorgaben für Verwertungsgesellschaften kollidiert.